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Patienten-Symposium: Hilfe bei Schmerzen am Kunstgelenk

Patienten-Symposium: Hilfe bei Schmerzen am Kunstgelenk
Allein 200.000 neue Hüft- und 130.000 neue Kniegelenke werden in Deutschland pro Jahr implantiert. Solche Operationen bringen den Betroffenen meist viel Lebensqualität zurück. In manchen Fällen kommt es auch zu Problemen. Was Betroffene bei schmerzhaften Gelenkersatz an Knie und Hüfte tun können, erfahren sie auf dem Symposium der Uniklinik.

Der Gelenkersatz kann sich lockern oder der Patient reagiert allergisch auf das Prothesenmaterial. Ein drittes Risiko ist der „Schleichende Infekt“ – dass sich also auf der Prothese ein „Biofilm“ aus Mikroorganismen bildet. Wenn so etwas passiert, liegt das meist nicht an fehlender Hygiene bei der Herstellung der Prothese oder bei der Operation. Sondern es liegt daran, dass die metallische Prothese in lebendiges Gewebe eingesetzt wird. Wenn der Patient an einem Harnwegs-Infekt leidet, einer Zahn- oder Lungenentzündung oder einer schweren Grippe, sind die Erreger im Körper vorhanden und können sich an dem Metall ansiedeln.

„Unabhängig davon, welches Prothesen-Problem vorliegt, ist oft das Mittel der Wahl, das künstliche Gelenk durch ein neues Implantat zu ersetzen. Dabei lösen wir auch die Versorgung ausgeprägter Komplikationen erfolgreich“, sagt Privatdozent Dr. Sascha Gravius, Leiter der Gelenkchirurgie an der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Universitätsklinikums Bonn. Als universitäres Zentrum übernimmt die Klinik, die von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie als „Endo-Prothetik-Zentrum“ für die Versorgung mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken zertifiziert ist, vornehmlich komplizierte Fälle. Nur hochspezialisiertes Fachwissen kann die oft langwierige Behandlung zum Erfolg führen.

Der Patienten-Tag unter dem Motto „Das schmerzhafte Kunstgelenk“ findet am Donnerstag, 9. November ab 18 Uhr im Hörsaal des Biomedizinischen Zentrums (BMZ), Siegmund-Freud-Straße 25, auf dem Venusberg statt.

Zusätzliche Informationen

  • Quelle(n): Universitätsklinikum Bonn
  • Bildnachweis: pixabay.com