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25. September 2017

Patientenkolloquium: Ursachen und neue Therapien einer Depression

Unter dem Motto „Depression – Jeder Dritte ist betroffen! Was ist zu tun?“ geben die Ärzte des Universitätskliniks für Psychiatrie und Psychotherapie einen Überblick über Ursachen, Vorbeugung und Innovationen in der Therapie.

In Deutschland leiden aktuell mehr als vier Millionen Menschen an Depression. Etwa jeder Dritte ist irgendwann in seinem Leben betroffen. Doch nur eine Minderheit erhält eine wirksame Therapie. „Diese geringe Zahl birgt ein großes Risiko, denn unbehandelt sind Depressionen lebensbedrohlich“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Maier, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Bonn. „Oft sind es leider Vorurteile und mangelndes Wissen, die den Weg zur wirksamen Behandlung versperren.“

Viele Betroffene empfinden ihre Depression als persönliches Versagen. Aus Scham holen sie sich keine ärztliche Hilfe. Zum anderen wird eine Depression oft verkannt, vom Betroffenen selbst und oft auch von Ärzten. Zu diesem Mangel trägt bei, dass  die Übergänge zwischen Burn-Out, Lebenskrisen, Stimmungstief und einer Depression fließend sind, und auch für Ärzte nicht leicht zu unterscheiden. Folgen sind unterlassene störungsspezifische Behandlung, Suizide, Berufs- und Arbeitsunfähigkeit sowie langfristige Folgeerkrankungen für den ganzen Körper.

Bei jedem fünften Patient wirken Antidepressivum und Psychotherapien nur unzulänglich

Doch selbst wenn eine Depression erkannt und behandelt wird, gibt es das nächste Problem: Nicht jede Therapie ist wirksam. Es resultieren wiederkehrende oder chronische Depressionen, die schwierig zu behandeln sind. Viele Betroffene sind daher über weitere Lebensabschnitte traurig mit resignierenden Gedanken und schlechtem Selbstbild.

Deshalb sieht Prof. Maier zusammen mit dem stellvertretenden Direktor Prof. Dr. Dr. René Hurlemann und dem Oberarzt PD Dr. Dieter Schoepf von der Bonner Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie es an der Zeit, über den aktuellen Stand der Depressionsbehandlung und neueste Entwicklungen in
der Forschung zu informieren. In der spezifischen Psychotherapie der langandauernden Depression wird eine neue Selbstwirksamkeit an lebensgeschichtlich bedeutsamen Situationen erarbeitet und erlebt. Das führt zur Befreiung von einer traumatischen Last, zum Beispiel aus der Kindheit. Damit kann die durch Fehlanpassung entstandene Beeinträchtigung aufgehoben werden. Ein weiterer wirksamer Ansatz ist die achtsamkeitsbasierte Therapie bei episodischen Depressionen zur Rezidivprophylaxe, bei denen der Patient mittels Techniken wie Meditation und dem bewertungsfreien Wahrnehmen lernt, eine andere Haltung zu negativen Gedanken und Emotionen zu entwickeln.

Unter den neueren biologischen Therapien sind Hirnstimulationen und hier vor allem die transkranielle Magnetstimulation (TMS) zu nennen. Bei diesem schonenden Verfahren werden mittels einer an den Kopf gehaltenen Magnetspule Hirnareale angeregt. Zudem gibt das Patientenkolloquium einen Überblick über mögliche Ursachen einer Depression. Nach den Vorträgen besteht die Gelegenheit, Fragen an die Referenten zu stellen.

Patientenkolloquium rund um Ursachen und neue Therapien einer Depression
Die kostenlose Veranstaltung findet am Donnerstag, 28. September, ab 18 Uhr im Hörsaal des
Biomedizinischen Zentrums (BMZ), Sigmund-Freud-Straße 25, auf dem Venusberg statt.

20. September 2017

Michael Winterhoff hält Vortrag in Siegburg

Der bekannte Bestsellerautor und Kinderpsychiater Dr. Michael Winterhoff stellt sein neuestes Buch "Die Wiederentdeckung der Kindheit - Wie wir unsere Kinder lebenstüchtig und glücklich machen" auf der "siegburg gesund" vor.

12. September 2017

Blutvergiftung erkennen und Leben retten

Blutvergiftung bzw. die Sepsis ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Hauptgrund für die hohe Sterblichkeit ist, dass die Symptome anfangs oft nicht richtig gedeutet werden.

Eine Blutvergiftung entsteht, wenn eine Entzündung im Körper außer Kontrolle gerät, erklärt Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung. Ist der Körper nicht in der Lage, die Infektion zu bekämpfen, können die Krankheitserreger aus dem ursprünglichen Entzündungsherd ausbrechen und in die Blutbahn gelangen. Gemeinsam mit von ihnen produzierten Giftstoffen überschwemmen sie den Körper regelrecht. Das allein löst jedoch noch keine Blutvergiftung aus, erklärt der DKV Experte: „Die Sepsis entsteht, wenn das körpereigene Abwehrsystem massiv auf die Krankheitserreger reagiert, aber nichts gegen sie ausrichten kann. Die heftigen Abwehrreaktionen schaden dann dem Körper, Stoffwechselvorgänge kommen durcheinander. Es kann eine gefährliche Kettenreaktion in Gang kommen, bis hin zum septischen Schock.“ Es sind also zwei Komponenten, Infektion und übersteigerte Reaktion des Organismus, die zu einer Blutvergiftung führen.

Die ersten Symptome sind in der Regel unspezifisch und lassen sich nicht eindeutig einer Sepsis zuordnen. Fieber, Verwirrtheit, beschleunigter Herzschlag oder niedriger Blutdruck zählen dazu. Das macht die Erkrankung so tückisch. Oft heißt es, ein an einer Wunde beginnender roter Streifen auf der Haut sei ein untrügliches Zeichen für eine Blutvergiftung. Das stimmt jedoch so nicht. Er ist ein Zeichen für eine örtliche Entzündung der Lymphbahnen. In seltenen Fällen kann sie aber auch zu einer Sepsis werden. Der Rat des Experten: „Wer mit einer Infektion kämpft und sich trotz Schonung zunehmend schlecht fühlt, sollte einen Arzt aufsuchen. Blutdruck, Puls, Atemfrequenz und Körpertemperatur können dann erste Anhaltspunkte für die Diagnose sein.“ Mit Blutuntersuchungen lassen sich Entzündungswerte feststellen und Erreger nachweisen. Der Arzt wird dann so schnell wie möglich den Auslöser der Sepsis beseitigen. Das geschieht im Fall eines entzündeten Blinddarms beispielsweise durch eine Operation. Da es meist Bakterien sind, die im Blut zirkulieren, hilft außerdem eine Therapie mit Antibiotika.

Einen sicheren Schutz vor einer Blutvergiftung gibt es nicht, denn Keime können überall sein. Warum eine Infektion bei einem Patienten problemlos ausheilt und bei dem anderen zu einer Sepsis führt, ist medizinisch nicht geklärt. Die gute Nachricht: Jeder Einzelne kann vorbeugend etwas tun, um eine Sepsis unwahrscheinlicher zu machen. Nämlich die körpereigenen Abwehrkräfte tatkräftig unterstützen. „Stärkend für den Körper und das Immunsystem ist eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung, ausreichend Schlaf, Sport, Wechselduschen und viel frische Luft. Aber auch Entspannung ist wichtig, denn Stresshormone schwächen das Immunsystem“, so Dr. Reuter.

08. September 2017

Woche des Sehens im Oktober

Mit dem Thema "Das Ziel im Blick" startet die Woche des Sehens in ihre diesjährige Auflage. Die bundesweite Informationskampagne findet vom 8. bis zum 15. Oktober 2017 statt.

Bereits ein paar einfache Grundregeln helfen dabei, von klein auf bis ins hohe Alter mit wachem Blick durchs Leben gehen zu können. Darauf machen die Augenärzte während der Aktionswoche aufmerksam und geben Tipps, wie man das Ziel, die Augen gesund zu erhalten, stets im Blick behält. Neben der Anpassung der Ernährung und der Berücksichtigung regelmäßiger Pausen bei der Arbeit mit Smartphones und Computern gibt es viele weitere Möglichkeiten Augenerkrankungen vorzubeugen. Augenärzte wissen Rat und helfen weiter, wenn die Erkrankung eine Behandlung nötig macht.

Mehr Infos unter www.woche-des-sehens.de

07. September 2017

Was hilft bei juckender Kopfhaut

Tägliches Duschen, Stress, Umwelteinflüsse und andere Auslöser führen zu trockener Haut und unangenehmem Juckreiz auf dem Kopf. Viele Männer versuchen das Problem mit Anti-Schuppen-Shampoos zu lösen. Experten raten Männern davon aber ab.

Nach einer repräsentative GfK-Umfrage ist juckende Kopfhaut nach Haarausfall und vor Schuppen das größte Kopfhautproblem bei Männern. Fast jeder zweite Mann verspricht sich von einem Anti-Schuppen-Shampoo Linderung. Dabei gibt jeder zweite Verwender von Anti-Schuppen-Shampoos an, gar keine Schuppen zu haben. Fragt man führende Dermatologen, so empfehlen sie häufig, dass die sogenannten trockenen, sehr kleinen Schuppen nicht mit Anti-Schuppen-Wirkstoffen, die für große fettige Schuppen entwickelt sind, behandelt werden sollten. In Amerika gehören Anti-Schuppen-Shampoos daher sogar zur Kategorie der Medizinprodukte und müssen vor entsprechenden Nebenwirkungen warnen. Die Zahl der Betroffenen mit trockener und juckender Kopfhaut steige laut Experten auch hierzulande stark an und der Juckreiz sei eine Art Hilferuf einer gereizten Haut. Dermatologen empfehlen daher besonders milde und schonende Produkte ohne Anti-Schuppen-Formel.

07. September 2017

Wissenswertes über Zahnbehandlungen im Ausland

In Ungarn oder Polen zahlen Patienten für Zahnbehandlungen oft deutlich weniger. Warum also nicht dort die Zähne machen lassen? Bevor Patienten für eine Behandlung ins EU-Ausland reisen, sollten sie die eigene Krankenkasse konsultieren.

Wie Anke Hartosch, Expertin der ERGO Direkt Versicherungen, erklärt, arbeiten manche Kassen bereits mit ausländischen Zahnkliniken oder Zahnärzten zusammen. Einige Versicherer bieten ihren Kunden auch eine Liste mit geprüften Kliniken oder Ärzten an. Weitere Informationen zur Zahnbehandlung im Ausland finden Interessierte bei Vermittlungsportale im Internet wie www.zahnarzt-im-ausland.de. Wichtige Qualitätsmerkmale für Zahnarztpraxen oder -kliniken im Ausland sind die Zertifizierung nach ISO 9001, das Qualitätssiegel Temos oder die Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Implantologie. Bei einem ersten Telefonat mit der Praxis oder der Klinik sollten sich die Mitarbeiter genügend Zeit nehmen, um Fragen des Patienten zu beantworten. Zudem ist es sinnvoll, wenn das Personal deutsch spricht, denn so lassen sich Kommunikationsprobleme vermeiden.


Was sollten Patienten bei der Auswahl eines Arztes im europäischen Ausland beachten?
Patienten sollten zunächst prüfen, ob der Zahnarzt einen Kooperationsvertrag mit Kollegen in Deutschland hat. Denn kommt es nach der Behandlung zu Problemen, etwa weil der Zahnersatz nicht richtig sitzt und dadurch Schmerzen verursacht, müssen sie dafür nicht erneut ins Ausland reisen. Sie können sich in Deutschland behandeln lassen, während der Arzt im Ausland für die Kosten aufkommt. Andernfalls fallen für die Anreise und eventuell auch für Übernachtungen erneute Kosten an. Ein deutscher Zahnarzt ohne Kooperationsvertrag mit dem Kollegen im Ausland ist nur im Notfall zu einer Behandlung verpflichtet. Ist eine umfangreiche Nachbesserung nötig, kann die Krankenkasse des Patienten ein Gutachterverfahren veranlassen. Danach entscheidet sich, wie die Behandlung weitergeht und wer die Kosten dafür übernimmt. Unter Umständen bleiben Versicherte auf den zusätzlichen Kosten sitzen. In diesem Fall ist es möglich, den ursprünglichen Arzt auf Schadenersatz und Schmerzensgeld zu verklagen. Die Betroffenen reichen die Klage beim Gericht im jeweiligen Land ein. Sollten sie im Vorfeld eventuelle Garantie- und Ersatzansprüche mit dem behandelnden Arzt nicht nach deutschem Recht geregelt haben, gilt das dortige Recht. Da das Arzthaftungsrecht in anderen EU-Ländern meist weniger streng ist als in Deutschland, hat eine Klage in diesen Fällen nur geringe Chancen auf Erfolg. Daher ist es ratsam, mit dem Arzt einen schriftlichen Vertrag abzuschließen, der den Leistungsumfang, eventuelle Nachbesserung bei Problemen und eine Gewährleistung nach deutschem Recht beinhaltet. In Deutschland gilt eine Gewährleistung von zwei Jahren.

Können Patienten die Kosten bei ihrer Versicherung einreichen?
Generell gilt: Deutsche Patienten sind beim Zahnarzt im EU-Ausland Selbstzahler. Sie erhalten eine Rechnung vom dortigen Arzt und begleichen sie direkt vor Ort. Die Rechnung reichen sie bei ihrem Versicherer ein, der ihnen den erstattungsfähigen Betrag überweist – in der gleichen Höhe, wie für eine entsprechende Behandlung in Deutschland. Die Rechnung sollte allerdings in Deutsch verfasst sein. Unter Umständen ist hierfür eine beglaubigte Übersetzung notwendig. Daher empfiehlt es sich, die Behandlung im Vorfeld von der Krankenkasse genehmigen zu lassen. Das hat den Vorteil, dass die Abwicklung direkt zwischen Arzt und Krankenkasse erfolgt und sich Patienten dadurch Übersetzungskosten für die Rechnung sparen. Bei stationären Aufenthalten oder einem Zahnersatz muss die Krankenkasse in jedem Fall die Behandlung vorab genehmigen. Dafür benötigen Interessierte einen Heil- und Kostenplan von ihrem Zahnarzt in Deutschland und vom ausländischen Zahnarzt, wenn möglich in deutscher Sprache. Sonst können auch hier Kosten für eine Übersetzung anfallen. Beide Pläne müssen den deutschen Richtlinien entsprechen.

29. August 2017

Infotag: Versorgung von an Krebs erkrankten Menschen

Am Samstag, 9. September, gibt es einen CIO-Krebs-Informationstag für Patienten, Angehörige, Pflegefachkräfte und Interessierte. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die fächerübergreifende Versorgung von an Krebs erkrankten Menschen.

Das Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) Köln Bonn am Universitätsklinikum Bonn führt diese Veranstaltung gemeinsam mit dem Tumorzentrum Bonn und der Leukämie-Initiative Bonn durch. Vorträge unter dem Motto „Der Patient im Mittelpunkt der Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärzten und Klinik“ eröffnen den CIO-Patiententag. Ein weiteres Thema ist die molekulare Medizin, die individuell auf den Patienten zugeschnittene Krebsbehandlungen ermöglicht. Zudem wird der Frage nachgegangen, wie der Lebensstil das Krebsrisiko beeinflusst. Vorträge über Behandlungsmöglichkeiten bei allen häufigen Krebserkrankungen runden das Programm ab. Die kostenlose Informationsveranstaltung findet von 9 bis 15:30 Uhr im Hauptgebäude der Universität Bonn, Am Hof 1, statt.

Das vollständige Programm zum CIO-Krebs-Informationstag „Der Patient im Mittelpunkt der interdisziplinären Versorgung“ gibt es unter:
https://www.cio-koeln-bonn.de/cio-aktuell/termine/patiententag-cio-bonn/

18. August 2017

In Schwung bleiben für den Rücken

Vieles, was in jungen Jahren noch problemlos funktioniert, wird mit zunehmendem Alter oft zur schmerzvollen Herausforderung. Viele ältere Menschen verbringen ihren Tag öfters mit inaktiven Tätigkeiten wie Fernsehen. Hier liegt der Fehler: Rücken und Gelenke erleiden durch diesen Bewegungsmangel zusätzlichen Schaden.

Fünf Möglichkeiten, diesen Teufelskreis zu durchbrechen, sind besonders zu empfehlen: ausreichend Bewegung, eine gesunde Ernährung, regelmäßige ärztliche Vorsorge, ein rückengerechtes Umfeld sowie die Pflege sozialer Beziehungen. Produkte mit dem Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. können beim rückengerechten Umfeld und regelmäßiger Bewegung einen großen Beitrag dazu leisten.

In Schwung bleiben
Im ersten Moment klingt es nach einer Sportart für Kinder: Trampolintraining. Doch vor allem ältere Menschen profitieren von den sanften Schwingungen. Die federnden Bewegungen trainieren alle Muskelgruppen, regen den Stoffwechsel an und verbessern die Beweglichkeit sowie den Gleichgewichtssinn. Zudem regen die regelmäßigen Druck- und Zugreize beim Trampolinspringen den Knochenstoffwechsel an, was den Verlauf einer Osteoporose positiv beeinflussen kann.

Gesunde Ernährung
Mit dem Alter eines Menschen verändert sich auch sein Körper. Die Ernährung muss an die neuen Bedürfnisse angepasst werden. Muskelabbau, der verlangsamte Stoffwechsel und häufige Sitztätigkeiten führen zu einem verringerten Grundumsatz. Eine kalorienbewusste Ernährung hilft, Übergewicht und somit eine zu starke Belastung von Bandscheiben und Gelenken zu vermeiden. Anstelle von drei großen Hauptmahlzeiten empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt. Vollkornprodukte, viel frisches Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte und fettarmer Fisch sollten den Speiseplan dominieren, auf Zucker und Fett sollte man möglichst verzichten. Ein Trinkfahrplan mit Trinkprotokoll kann dem oft verringerten Durstempfinden entgegenwirken. Das Plus an Flüssigkeit macht die Bandscheiben wieder elastischer und unterstützt Stoffwechsel und Verdauung. Milchprodukte, grünes Gemüse, Hülsenfrüchte und Nüsse enthalten viel Kalzium, wodurch sich Osteoporose vorbeugen lässt.

Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen
Beim Älterwerden steigt auch die Anfälligkeit für Krankheiten, vor allem Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, des Stoffwechsels, des Muskel- und Skelettsystems sowie der Lungen und Atemwege. Das Bundesministerium für Gesundheit empfiehlt, die empfohlenen ärztlichen Präventions- und Früherkennungsmaßnahmen regelmäßig durchführen zu lassen. Um Veränderungen schnell erkennen zu können, sollte man zudem den eigenen Körper sorgfältig beobachten.

Rückengerechtes Umfeld schaffen
Gerade im privaten Bereich tun sich beim Älterwerden viele neue Hindernisse auf. Durch ergonomische Alltagsgegenstände im heimischen Umfeld lassen sich diese häufig umgehen. Da im Alter die Sitzdauer tendenziell zunimmt, können rückengerechte Relaxsessel Abhilfe leisten. Wichtig ist unter anderem, dass sie hinsichtlich der Bemaßungen zu den Körpermaßen des Sitzenden passen. Sowohl Rückenlehne als auch Fußstützen sollten verstellbar sein. Vor allem für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, ist zudem eine Aufstehhilfe sinnvoll.

18. August 2017

2. Messe „siegburg gesund“ in der Rhein-Sieg-Halle

Am 24. September 2017 findet unter dem Titel „siegburg gesund“ in Siegburg zum zweiten Mal die Gesundheits-, Wellness- und Fitnessmesse statt. In diesem Jahr stehen die Themen „Sport und Ernährung“ im Vordergrund.

Von 10 Uhr bis 17 Uhr werden den Besuchern bei freiem Eintritt rund 45 Vorträge und Workshops zu vielfältigen Gesundheitsthemen geboten. Zudem präsentieren sich rund 65 Aussteller, darunter die Helios Klinik und das Bettenhaus Bettenstar aus Siegburg, sowie viele Selbsthilfegruppen mit kostenlosen Beratungsangeboten und Gesundheits-Checks.

„In diesem Jahr bieten wir auch wieder viele kostenlose Mitmach-Workshops wie Yoga, MBSR-Achtsamkeitstraining, Klangtherapie, Shiatsu etc. an.“, sagt Veranstalter Christoph Steinhauer. Ein besonderes Highlight ist die Teilnahme des bekannten Kinderpsychiaters und Bestsellerautors, Dr. Michael Winterhoff. Er hält einen spannenden Vortrag zum Thema „Die Wiederentdeckung der Kindheit – wie wir unsere Kinder glücklich und lebenstüchtig machen“.

Mit dem Focus auf „Sport und Ernährung“ befassen sich zehn Vorträge unter anderem mit der Prävention und Behandlung von Sportverletzungen, wie man durch Ernährungsumstellung fitter und gesünder wird oder wie man richtig fastet. Daneben widmen sich weitere Vorträge der psychischen Gesundheit und Stressbewältigung sowie Methoden der Komplementärmedizin.

Speziell für die ältere Generation bietet die Messe eine Reihe von Informationsangeboten wie u. a. Hörtests, Blutdruckmessung, Tipps für gesunden Schlaf, Hilfen für pflegende Angehörige sowie Wohnberatung. Die Schirmherrschaft hat erneut der Siegburger Bürgermeister Franz Huhn übernommen. Er besucht die Messe auch persönlich.
 
Weitere Informationen zur Messe und das komplette Vortragsprogramm zum Download finden Sie auf der Website des Veranstalters:

www.siegburg-gesund.de

Wer noch einen der letzten freien Standplätze buchen möchte kann sich unter dieser Website ein Anmeldeformular runterladen oder sich unter Tel.: 0228-97596-0 melden.

11. August 2017

Patientenkolloquium: Verschleiß von Gelenken

Durch enorme Belastungen im Alltag nutzen unsere Gelenke mehr oder weniger mit der Zeit ab. Am häufigsten sind Bein- und Wirbelgelenke von einer so genannten Arthrose betroffen. Unter dem Motto „Arthrose – wenn die Gelenke knirschen“ geben die Referenten der Uniklinik einen Überblick über Vorbeugung, mögliche Behandlungsmethoden und Nachsorge.

Ab einem Alter von 65 Jahren leidet etwa jeder zweite Mensch in Deutschland unter Gelenkverschleiß. Trotzdem betrifft es keineswegs nur Senioren, denn allein schon eine unglückliche Bewegung im Alltag schädigt mitunter den Gelenkknorpel langfristig. „Keiner sollte ernsthafte Schmerzen ignorieren, sondern zum Arzt gehen“, empfiehlt Prof.
Dr. Dieter Christian Wirtz, Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Universitätsklinikums Bonn. Zwar ist Arthrose nicht heilbar, doch lassen sich die die Beschwerden durch geeignete konservative Maßnahmen wie Krankengymnastik und Medikamente erheblich verbessern. „Doch wenn gar nichts hilft, ist oft eine Operation der einzige Ausweg“, sagt Prof. Wirtz.

Zusammen mit Prof. Wirtz informieren Priv.-Doz. Dr. Jan Schmolders und Dr. Philip Rößler, Ärzte an der Bonner Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, rund um das Thema. Die drei Ärzte gehen unter anderem den Fragen nach, wie man einer Arthrose vorbeugen kann, und welche Ursachen es dafür gibt. Zudem geben sie einen Überblick, in welchen Fällen eine konservative, eine minimal-invasive oder eine operative Behandlung das Mittel der Wahl ist und welche Nachsorge nötig ist. Dabei gehen sie besonders auf die Bedürfnisse der älteren Menschen in Bezug auf die medizinische Versorgung ein. Nach den Vorträgen besteht die Gelegenheit, Fragen an die drei Referenten vom Universitätsklinikum Bonn zu stellen.

„Arthrose – wenn die Gelenke knirschen“
Donnerstag, 17. August, ab 18 Uhr
Hörsaal des Biomedizinischen Zentrums (BMZ)
Sigmund-Freud-Straße 25, auf dem Venusberg

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