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17. November 2017

Webseite für nierenkranke Menschen

Dialysepatienten erhalten auf der neuen Webseite Tipps zu gesunder Ernährung, Zeitmanagement sowie Urlaubsplanung und bietet Patienten mit Niereninsuffizienz ganzheitliche Unterstützung im Alltag.

Die Webseite bündelt vielfältige Informationen zu verschiedenen Lebensbereichen. Neben einer grundlegenden Aufklärung und umfassenden Auskünften zu möglichen Therapieansätzen, bietet sie Tipps für einen aktiven Lebensstil. Sie hilft beispielsweise bei der persönlichen Medikationseinstellung und der terminlichen Organisation von Dialysebehandlungen, und präsentiert auch Fitness- und Kochtutorials in den sogenannten „3x7 Tipps“.

Ebenfalls integriert sind Checklisten für die Urlaubsplanung und eine Suchfunktion für die Feriendialyse. Hier werden Dialysezentren im Ausland samt Kontaktdetails und Therapieangeboten auf einer verlinkten Google Maps-Karte angezeigt. So wird die Urlaubsplanung für Betroffene erheblich erleichtert. Damit mehr Zeit bleibt für die wichtigen Dinge im Leben.

Die Webseite http://www.bbraun.de/dialyse-patienten ist ein Angebot von B. Braun Avitum, weltweit tätiger Komplettanbieter auf dem Gebiet der Dialyse.

07. November 2017

Versandapotheken - 7 von 18 sind mangelhaft

Stiftung Warentest hat 18 Versandapotheken untersucht und verteilte überwiegend schlecht Noten. Die besten Arzneiversender schneiden nur befriedigend ab. Vor allem Schwächen in der fachlichen Beratung kritisieren die Tester.

Die Apothekenbetriebsordnung verlangt von Vor-Ort- wie von Versandapotheken bei der Abgabe von Medikamenten ausdrücklich „Information und Beratung“ – auch zu Neben- und Wechselwirkungen. Bei rezeptfreien sollen Apotheker klären, welches individuell infrage kommt. Um ihr fachliches Können zu prüfen, stellten die Tester den Versendern verdeckt sieben Aufgaben. Einige davon wurden den telefonischen Beratungs-Hotlines gestellt, insgesamt drei betrafen rezeptpflichtige Medikamente. Das Ergebnis ist ernüchternd. Keine Versandapotheke schneidet fachlich gut ab, zum Teil wurde nicht einmal auf bedrohliche Wechselwirkungen hingewiesen.

Bester im Test, aber auch nur befriedigend, ist die Europa Apotheek. Sie sitzt in den Niederlanden, hat aber die Erlaubnis, Medikamente nach Deutschland zu versenden.

26. Oktober 2017

Patienten-Symposium: Hilfe bei Schmerzen am Kunstgelenk

Allein 200.000 neue Hüft- und 130.000 neue Kniegelenke werden in Deutschland pro Jahr implantiert. Solche Operationen bringen den Betroffenen meist viel Lebensqualität zurück. In manchen Fällen kommt es auch zu Problemen. Was Betroffene bei schmerzhaften Gelenkersatz an Knie und Hüfte tun können, erfahren sie auf dem Symposium der Uniklinik.

Der Gelenkersatz kann sich lockern oder der Patient reagiert allergisch auf das Prothesenmaterial. Ein drittes Risiko ist der „Schleichende Infekt“ – dass sich also auf der Prothese ein „Biofilm“ aus Mikroorganismen bildet. Wenn so etwas passiert, liegt das meist nicht an fehlender Hygiene bei der Herstellung der Prothese oder bei der Operation. Sondern es liegt daran, dass die metallische Prothese in lebendiges Gewebe eingesetzt wird. Wenn der Patient an einem Harnwegs-Infekt leidet, einer Zahn- oder Lungenentzündung oder einer schweren Grippe, sind die Erreger im Körper vorhanden und können sich an dem Metall ansiedeln.

„Unabhängig davon, welches Prothesen-Problem vorliegt, ist oft das Mittel der Wahl, das künstliche Gelenk durch ein neues Implantat zu ersetzen. Dabei lösen wir auch die Versorgung ausgeprägter Komplikationen erfolgreich“, sagt Privatdozent Dr. Sascha Gravius, Leiter der Gelenkchirurgie an der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Universitätsklinikums Bonn. Als universitäres Zentrum übernimmt die Klinik, die von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie als „Endo-Prothetik-Zentrum“ für die Versorgung mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken zertifiziert ist, vornehmlich komplizierte Fälle. Nur hochspezialisiertes Fachwissen kann die oft langwierige Behandlung zum Erfolg führen.

Der Patienten-Tag unter dem Motto „Das schmerzhafte Kunstgelenk“ findet am Donnerstag, 9. November ab 18 Uhr im Hörsaal des Biomedizinischen Zentrums (BMZ), Siegmund-Freud-Straße 25, auf dem Venusberg statt.

27. September 2017

Vortrag: Ist krankhaftes Übergewicht eine Essstörung?

„Ist Adipositas eine Essstörung?“: Unter diesem Motto veranstaltet die Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Bonn am Mittwoch, 4. Oktober, um 18 Uhr einen Vortrag. Es geht unter anderem darum, inwieweit psychische Faktoren eine Rolle bei krankhaftem Übergewicht, fachsprachlich Adipositas, spielen.

In unserer heutigen Überflussgesellschaft gibt es eine Fülle an kalorienreicher Nahrung und Getränke. Hinzukommt ein meist inaktiver Lebensstil mit hohem Medienkonsum. „Nahrungsaufnahme und Bewegung sind aus dem Gleichgewicht geraten“, sagt Dr. Katrin Imbierowicz, Oberärztin an der Bonner Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.

Jeder kennt es beispielsweise zu Weihnachten, wie schwer es ist, sich zurückzuhalten, wenn es gerade so gut schmeckt. Dem einen oder anderen fällt es noch schwerer dem alltäglichen Nahrungsüberfluss im Kopf eine Bremse zu setzen. Auch kann beispielsweise Essen genutzt werden, um unangenehme Gefühle wie Ärger, Langeweile, Traurigkeit oder Einsamkeit zu bewältigen. Manche schaffen sich mit dem Übergewicht einen „Schutzpanzer“ oder nutzen Essen als „Ersatzbefriedigung“. Bei psychischen Risikofaktoren kann aber die Grenze zu einer Essstörung fließend sein, die durch einen Kontrollverlust gekennzeichnet ist. Treten beispielsweise Essattacken jede Woche über mehrere Monate auf, spricht man von der Binge Eating-Störung. „Die Betroffenen sind dem Essen über einen längeren Zeitraum völlig ausgeliefert“, sagt Imbierowicz. „Hinzu kommt ein hoher emotionaler Druck durch Scham.“

Hilfe raus aus der Gewichtsspirale
Menschen mit einem krankhaften Übergewicht sollten zunächst Rat bei ihrem Hausarzt suchen. Falls keine Krankheit wie eine Fettstoffwechselstörung vorliegt, klärt er in seiner Funktion als Lotse, ob eine Fehlernährung verbunden mit einem gewichtsfördernden Lebensstil oder eine behandlungsbedürftige Essstörung vorliegt. Diese kann gut mit einer Psychotherapie in Kombination mit Bewegungstherapie und Ernährungsberatung behandelt werden.

Die kostenlose Fortbildung richtet sich an Ärzte, Psychologen sowie Interessierte. Referent der Veranstaltung ist Prof. Dr. Martina Zwaan, Direktorin der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie an der Medizinischen Hochschule Hannover. Um Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wird gebeten. Mehr Infos zur Veranstaltung gibt es unter: http://www.psychosomatik-bonn.de/fileadmin/user_upload/Vortrag04102017Adipositas.pdf

„Ist Adipositas eine Essstörung?“
4. Oktober, um 18 Uhr
im Hörsaal 1 des Biomedizinischen Zentrums (BMZ), Sigmund-Freud-Straße 25, Venusberg

25. September 2017

Patientenkolloquium: Ursachen und neue Therapien einer Depression

Unter dem Motto „Depression – Jeder Dritte ist betroffen! Was ist zu tun?“ geben die Ärzte des Universitätskliniks für Psychiatrie und Psychotherapie einen Überblick über Ursachen, Vorbeugung und Innovationen in der Therapie.

In Deutschland leiden aktuell mehr als vier Millionen Menschen an Depression. Etwa jeder Dritte ist irgendwann in seinem Leben betroffen. Doch nur eine Minderheit erhält eine wirksame Therapie. „Diese geringe Zahl birgt ein großes Risiko, denn unbehandelt sind Depressionen lebensbedrohlich“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Maier, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Bonn. „Oft sind es leider Vorurteile und mangelndes Wissen, die den Weg zur wirksamen Behandlung versperren.“

Viele Betroffene empfinden ihre Depression als persönliches Versagen. Aus Scham holen sie sich keine ärztliche Hilfe. Zum anderen wird eine Depression oft verkannt, vom Betroffenen selbst und oft auch von Ärzten. Zu diesem Mangel trägt bei, dass  die Übergänge zwischen Burn-Out, Lebenskrisen, Stimmungstief und einer Depression fließend sind, und auch für Ärzte nicht leicht zu unterscheiden. Folgen sind unterlassene störungsspezifische Behandlung, Suizide, Berufs- und Arbeitsunfähigkeit sowie langfristige Folgeerkrankungen für den ganzen Körper.

Bei jedem fünften Patient wirken Antidepressivum und Psychotherapien nur unzulänglich

Doch selbst wenn eine Depression erkannt und behandelt wird, gibt es das nächste Problem: Nicht jede Therapie ist wirksam. Es resultieren wiederkehrende oder chronische Depressionen, die schwierig zu behandeln sind. Viele Betroffene sind daher über weitere Lebensabschnitte traurig mit resignierenden Gedanken und schlechtem Selbstbild.

Deshalb sieht Prof. Maier zusammen mit dem stellvertretenden Direktor Prof. Dr. Dr. René Hurlemann und dem Oberarzt PD Dr. Dieter Schoepf von der Bonner Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie es an der Zeit, über den aktuellen Stand der Depressionsbehandlung und neueste Entwicklungen in
der Forschung zu informieren. In der spezifischen Psychotherapie der langandauernden Depression wird eine neue Selbstwirksamkeit an lebensgeschichtlich bedeutsamen Situationen erarbeitet und erlebt. Das führt zur Befreiung von einer traumatischen Last, zum Beispiel aus der Kindheit. Damit kann die durch Fehlanpassung entstandene Beeinträchtigung aufgehoben werden. Ein weiterer wirksamer Ansatz ist die achtsamkeitsbasierte Therapie bei episodischen Depressionen zur Rezidivprophylaxe, bei denen der Patient mittels Techniken wie Meditation und dem bewertungsfreien Wahrnehmen lernt, eine andere Haltung zu negativen Gedanken und Emotionen zu entwickeln.

Unter den neueren biologischen Therapien sind Hirnstimulationen und hier vor allem die transkranielle Magnetstimulation (TMS) zu nennen. Bei diesem schonenden Verfahren werden mittels einer an den Kopf gehaltenen Magnetspule Hirnareale angeregt. Zudem gibt das Patientenkolloquium einen Überblick über mögliche Ursachen einer Depression. Nach den Vorträgen besteht die Gelegenheit, Fragen an die Referenten zu stellen.

Patientenkolloquium rund um Ursachen und neue Therapien einer Depression
Die kostenlose Veranstaltung findet am Donnerstag, 28. September, ab 18 Uhr im Hörsaal des
Biomedizinischen Zentrums (BMZ), Sigmund-Freud-Straße 25, auf dem Venusberg statt.

20. September 2017

Michael Winterhoff hält Vortrag in Siegburg

Der bekannte Bestsellerautor und Kinderpsychiater Dr. Michael Winterhoff stellt sein neuestes Buch "Die Wiederentdeckung der Kindheit - Wie wir unsere Kinder lebenstüchtig und glücklich machen" auf der "siegburg gesund" vor.

12. September 2017

Blutvergiftung erkennen und Leben retten

Blutvergiftung bzw. die Sepsis ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Hauptgrund für die hohe Sterblichkeit ist, dass die Symptome anfangs oft nicht richtig gedeutet werden.

Eine Blutvergiftung entsteht, wenn eine Entzündung im Körper außer Kontrolle gerät, erklärt Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung. Ist der Körper nicht in der Lage, die Infektion zu bekämpfen, können die Krankheitserreger aus dem ursprünglichen Entzündungsherd ausbrechen und in die Blutbahn gelangen. Gemeinsam mit von ihnen produzierten Giftstoffen überschwemmen sie den Körper regelrecht. Das allein löst jedoch noch keine Blutvergiftung aus, erklärt der DKV Experte: „Die Sepsis entsteht, wenn das körpereigene Abwehrsystem massiv auf die Krankheitserreger reagiert, aber nichts gegen sie ausrichten kann. Die heftigen Abwehrreaktionen schaden dann dem Körper, Stoffwechselvorgänge kommen durcheinander. Es kann eine gefährliche Kettenreaktion in Gang kommen, bis hin zum septischen Schock.“ Es sind also zwei Komponenten, Infektion und übersteigerte Reaktion des Organismus, die zu einer Blutvergiftung führen.

Die ersten Symptome sind in der Regel unspezifisch und lassen sich nicht eindeutig einer Sepsis zuordnen. Fieber, Verwirrtheit, beschleunigter Herzschlag oder niedriger Blutdruck zählen dazu. Das macht die Erkrankung so tückisch. Oft heißt es, ein an einer Wunde beginnender roter Streifen auf der Haut sei ein untrügliches Zeichen für eine Blutvergiftung. Das stimmt jedoch so nicht. Er ist ein Zeichen für eine örtliche Entzündung der Lymphbahnen. In seltenen Fällen kann sie aber auch zu einer Sepsis werden. Der Rat des Experten: „Wer mit einer Infektion kämpft und sich trotz Schonung zunehmend schlecht fühlt, sollte einen Arzt aufsuchen. Blutdruck, Puls, Atemfrequenz und Körpertemperatur können dann erste Anhaltspunkte für die Diagnose sein.“ Mit Blutuntersuchungen lassen sich Entzündungswerte feststellen und Erreger nachweisen. Der Arzt wird dann so schnell wie möglich den Auslöser der Sepsis beseitigen. Das geschieht im Fall eines entzündeten Blinddarms beispielsweise durch eine Operation. Da es meist Bakterien sind, die im Blut zirkulieren, hilft außerdem eine Therapie mit Antibiotika.

Einen sicheren Schutz vor einer Blutvergiftung gibt es nicht, denn Keime können überall sein. Warum eine Infektion bei einem Patienten problemlos ausheilt und bei dem anderen zu einer Sepsis führt, ist medizinisch nicht geklärt. Die gute Nachricht: Jeder Einzelne kann vorbeugend etwas tun, um eine Sepsis unwahrscheinlicher zu machen. Nämlich die körpereigenen Abwehrkräfte tatkräftig unterstützen. „Stärkend für den Körper und das Immunsystem ist eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung, ausreichend Schlaf, Sport, Wechselduschen und viel frische Luft. Aber auch Entspannung ist wichtig, denn Stresshormone schwächen das Immunsystem“, so Dr. Reuter.

08. September 2017

Woche des Sehens im Oktober

Mit dem Thema "Das Ziel im Blick" startet die Woche des Sehens in ihre diesjährige Auflage. Die bundesweite Informationskampagne findet vom 8. bis zum 15. Oktober 2017 statt.

Bereits ein paar einfache Grundregeln helfen dabei, von klein auf bis ins hohe Alter mit wachem Blick durchs Leben gehen zu können. Darauf machen die Augenärzte während der Aktionswoche aufmerksam und geben Tipps, wie man das Ziel, die Augen gesund zu erhalten, stets im Blick behält. Neben der Anpassung der Ernährung und der Berücksichtigung regelmäßiger Pausen bei der Arbeit mit Smartphones und Computern gibt es viele weitere Möglichkeiten Augenerkrankungen vorzubeugen. Augenärzte wissen Rat und helfen weiter, wenn die Erkrankung eine Behandlung nötig macht.

Mehr Infos unter www.woche-des-sehens.de

07. September 2017

Was hilft bei juckender Kopfhaut

Tägliches Duschen, Stress, Umwelteinflüsse und andere Auslöser führen zu trockener Haut und unangenehmem Juckreiz auf dem Kopf. Viele Männer versuchen das Problem mit Anti-Schuppen-Shampoos zu lösen. Experten raten Männern davon aber ab.

Nach einer repräsentative GfK-Umfrage ist juckende Kopfhaut nach Haarausfall und vor Schuppen das größte Kopfhautproblem bei Männern. Fast jeder zweite Mann verspricht sich von einem Anti-Schuppen-Shampoo Linderung. Dabei gibt jeder zweite Verwender von Anti-Schuppen-Shampoos an, gar keine Schuppen zu haben. Fragt man führende Dermatologen, so empfehlen sie häufig, dass die sogenannten trockenen, sehr kleinen Schuppen nicht mit Anti-Schuppen-Wirkstoffen, die für große fettige Schuppen entwickelt sind, behandelt werden sollten. In Amerika gehören Anti-Schuppen-Shampoos daher sogar zur Kategorie der Medizinprodukte und müssen vor entsprechenden Nebenwirkungen warnen. Die Zahl der Betroffenen mit trockener und juckender Kopfhaut steige laut Experten auch hierzulande stark an und der Juckreiz sei eine Art Hilferuf einer gereizten Haut. Dermatologen empfehlen daher besonders milde und schonende Produkte ohne Anti-Schuppen-Formel.

07. September 2017

Wissenswertes über Zahnbehandlungen im Ausland

In Ungarn oder Polen zahlen Patienten für Zahnbehandlungen oft deutlich weniger. Warum also nicht dort die Zähne machen lassen? Bevor Patienten für eine Behandlung ins EU-Ausland reisen, sollten sie die eigene Krankenkasse konsultieren.

Wie Anke Hartosch, Expertin der ERGO Direkt Versicherungen, erklärt, arbeiten manche Kassen bereits mit ausländischen Zahnkliniken oder Zahnärzten zusammen. Einige Versicherer bieten ihren Kunden auch eine Liste mit geprüften Kliniken oder Ärzten an. Weitere Informationen zur Zahnbehandlung im Ausland finden Interessierte bei Vermittlungsportale im Internet wie www.zahnarzt-im-ausland.de. Wichtige Qualitätsmerkmale für Zahnarztpraxen oder -kliniken im Ausland sind die Zertifizierung nach ISO 9001, das Qualitätssiegel Temos oder die Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Implantologie. Bei einem ersten Telefonat mit der Praxis oder der Klinik sollten sich die Mitarbeiter genügend Zeit nehmen, um Fragen des Patienten zu beantworten. Zudem ist es sinnvoll, wenn das Personal deutsch spricht, denn so lassen sich Kommunikationsprobleme vermeiden.


Was sollten Patienten bei der Auswahl eines Arztes im europäischen Ausland beachten?
Patienten sollten zunächst prüfen, ob der Zahnarzt einen Kooperationsvertrag mit Kollegen in Deutschland hat. Denn kommt es nach der Behandlung zu Problemen, etwa weil der Zahnersatz nicht richtig sitzt und dadurch Schmerzen verursacht, müssen sie dafür nicht erneut ins Ausland reisen. Sie können sich in Deutschland behandeln lassen, während der Arzt im Ausland für die Kosten aufkommt. Andernfalls fallen für die Anreise und eventuell auch für Übernachtungen erneute Kosten an. Ein deutscher Zahnarzt ohne Kooperationsvertrag mit dem Kollegen im Ausland ist nur im Notfall zu einer Behandlung verpflichtet. Ist eine umfangreiche Nachbesserung nötig, kann die Krankenkasse des Patienten ein Gutachterverfahren veranlassen. Danach entscheidet sich, wie die Behandlung weitergeht und wer die Kosten dafür übernimmt. Unter Umständen bleiben Versicherte auf den zusätzlichen Kosten sitzen. In diesem Fall ist es möglich, den ursprünglichen Arzt auf Schadenersatz und Schmerzensgeld zu verklagen. Die Betroffenen reichen die Klage beim Gericht im jeweiligen Land ein. Sollten sie im Vorfeld eventuelle Garantie- und Ersatzansprüche mit dem behandelnden Arzt nicht nach deutschem Recht geregelt haben, gilt das dortige Recht. Da das Arzthaftungsrecht in anderen EU-Ländern meist weniger streng ist als in Deutschland, hat eine Klage in diesen Fällen nur geringe Chancen auf Erfolg. Daher ist es ratsam, mit dem Arzt einen schriftlichen Vertrag abzuschließen, der den Leistungsumfang, eventuelle Nachbesserung bei Problemen und eine Gewährleistung nach deutschem Recht beinhaltet. In Deutschland gilt eine Gewährleistung von zwei Jahren.

Können Patienten die Kosten bei ihrer Versicherung einreichen?
Generell gilt: Deutsche Patienten sind beim Zahnarzt im EU-Ausland Selbstzahler. Sie erhalten eine Rechnung vom dortigen Arzt und begleichen sie direkt vor Ort. Die Rechnung reichen sie bei ihrem Versicherer ein, der ihnen den erstattungsfähigen Betrag überweist – in der gleichen Höhe, wie für eine entsprechende Behandlung in Deutschland. Die Rechnung sollte allerdings in Deutsch verfasst sein. Unter Umständen ist hierfür eine beglaubigte Übersetzung notwendig. Daher empfiehlt es sich, die Behandlung im Vorfeld von der Krankenkasse genehmigen zu lassen. Das hat den Vorteil, dass die Abwicklung direkt zwischen Arzt und Krankenkasse erfolgt und sich Patienten dadurch Übersetzungskosten für die Rechnung sparen. Bei stationären Aufenthalten oder einem Zahnersatz muss die Krankenkasse in jedem Fall die Behandlung vorab genehmigen. Dafür benötigen Interessierte einen Heil- und Kostenplan von ihrem Zahnarzt in Deutschland und vom ausländischen Zahnarzt, wenn möglich in deutscher Sprache. Sonst können auch hier Kosten für eine Übersetzung anfallen. Beide Pläne müssen den deutschen Richtlinien entsprechen.

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